Ehemaliges Bergwerk Hausham Sehenswürdigkeiten Schliersee

Das Bergwerk Hausham war von 1860 bis 1966 in Betrieb und ist das einzige erhaltene Industriedenkmal der Bergbau-Epoche in Oberbayern. Heute erinnern das Bergbaumuseum in Hausham und der Förderturm des Klenzeschachtes an die Bergbauzeit in der Region.

Die Geschichte des Kohlebergbaus in Hausham

Nach 1900 erlebte der Kohlebergbau in Hausham seinen Höhepunkt und die Förderleistung stieg kontinuierlich. Ab 1934 wurde die Anlage modernisiert, um eine weitere Effizienzsteigerung zu erreichen. Zu seinen Hochzeiten war das Bergwerk mit seinen rund 1600 Arbeitsplätzen einer der wichtigsten Arbeitgeber im Landkreis Miesbach.

Allerdings litt auch das Bergwerk in Hausham unter der europäischen Kohlekrise der 50er Jahre, wodurch sich seine Betreiber zu Rationalisierungsmaßnahmen gezwungen sahen. Der westdeutsche Staat kürzte Subventionen und deutsche Kohle verlor zunehmend an internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Nach 106-jähriger Bergwerksgeschichte wurde 1966 die Kohleförderung in Hausham eingestellt.

Das Bergbaumuseum in Hausham

Im Rathausgebäude der Gemeinde Hausham befindet sich seit über 40 Jahren das Museum zur Geschichte des Haushamer Kohlebergbaus. Das Bergbaumuseum ist jeden 1. Samstag im Monat von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Es vermittelt Einblicke in die Arbeitswelt der Bergleute: Grubenwerkzeuge, Mineraliensammlungen, Fotos, Filme und Kartenmaterial der einstigen Bergbauzeit in Hausham sind im Original zu besichtigen.

Der Förderturm heute

Der 40 Meter hohe Förderturm des Klenzeschachtes befindet sich in Gehdistanz zum Bergbaumuseum. Er ist das einzige erhaltene Denkmal der Bergbau-Epoche in Oberbayern und kann derzeit nur von außen besichtigt werden.

Die zukünftige Nutzung des Förderturms

Langfristig soll der Förderturm des ehemaligen Kohlebergwerks für Besucher geöffnet werden und das Haushamer Bergbaumuseum dorthin umziehen. Offen sind die Finanzierung, mögliche Fördergelder und die genaue Ausgestaltung.

Die Route vom Bergbaumuseum zum Förderturm Hausham

Vom Bergbaumuseum sind es nur 1,5 Kilometer bis zum Förderturm in der Industriestraße.